Wir schlendern durch eine belebte Einkaufsstrasse, blicken durch interessante Seitengassen hinunter zum Meer, schauen uns Häuser von innen an und wandern durch verschachtelt verbundene Restauranthinterhöfe. Es ist Zeit für einen Kaffee und Aylin hat die gute Idee, doch ein einfach das nächstbeste höchste Haus zu nehmen. Intercontinental Hotel, Cappuccino 9 Euro, aber toller Blick und ruhig, lohnt sich.
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Seitengasse mit Meer
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Stadthaus innen
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Spiegelstadt
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Richtung Mittelmeer
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Ausblick Hotelaußenterrasse
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Kaiserpalast, Tor mit Terrarien für Soldaten
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Abend am Bosporus
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Es wird Abend
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Moschee in der Nacht
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Moschee in der Nacht
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Ruine und doch keine
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Interkontinentalbrücke I
Weiter geht es in Richtung Bosporus, vorbei am Kaiserpalast. Diese Reise ist für mich quasi ein Inhaltsverzeichnis von Istanbul, ich merke mir einfach, was ich beim nächsten Besuch (diesen Sommer) alles sehen muss. Dieses Inhaltsverzeichnis wird stetig gefüllt und wir landen einige Zeit später am Wasser, an der ersten von zwei Brücken, die Europa und Asien verbinden. Beliebter Platz mit Moschee (zB Schlüsselszene von “Im Juli”), wir verweilen und als der Muezzin zum Abendgebet ruft, folgen wir und schauen uns die Moschee von innen an.
Danach ein Abendessen direkt am Wasser in einem Pavillon eines durchaus als fein zu bezeichnenden Restaurants. Eigentlich ist nichts mehr frei, doch Aylin beredet den Oberkellner und schon sitzen wir bequem. Das Essen ist wirklich Spitze, der Blick auf die Lichter am anderen Ufer grandios und dann kommt das Entertainmentpaket:
Plötzlich sammeln sich die Kellner in der Nähe unseres Tisches und ihre Blick gehen prüfend über einen leeren, aber festlich gedeckten Tisch etwa 3 Meter neben uns. Ein Ruck geht durch die Kellner als sich die hinteren Türen des Pavillons öffnen und eine Gruppe in Anzügen hereintritt. Die einzige Frau ist blond und Dolmetscherin, ein paar Herren sind offensichtlich Bodyguards und schleppen eine geheimnisvolle schwarze Ledertasche, die auch aufs Klo mitgenommen wird, mit sich herum. Man setzt sich und zwei überzählige Bewacher werden direkt neben uns platziert und drücken an ihren iPhones herum bis das Essen kommt. Selbiges dauert vielleicht eine Stunde, die wir uns mit köstlichem Dessert, Wein und leise geflüsterten Mutmaßungen vertreiben.
Nachdem, die Delegation wieder gegangen ist, abermals mit Ruck und Zuck, zwinkert uns der alte Oberkellner zu und bringt grinsend die Auflösung des Rätsels: Der Bürgermeister von Istanbul und der russische Innenminister, live und direkt (neben uns).
Nachdem Essen geht es am Wasser zurück zu einer Fähre, die heute abed nicht fährt und so nehmen wir eine andere, die zwar an das richtige Ufer geht, nur halt viel nördlicher, meine Chance ein weiteres Transportmittel Istanbuls kennenzulernen, den Minisammelbus. Eingestiegen, ungefähres Ziel gerufen, warten bis Bus voll, dann los.
Im Hotel schnell schlafen, denn am nächsten Morgen geht mein Flieger. Auch hier ist die Hotelrezeption sehr hilfreich, es gibt einen Direktbus und in den werde ich gesteckt. Eine Stunde Fahrt durch Istanbul und eine Trabantenstadt mit Plattenbauten, dann eine finale Sicherheitskontrolle und es geht los. Am Gate geht ein Mann von der Airline mit einer Handwaage rum und schaut sich Handgepäck ohne Aufkleber an, wiegt sie und schimpft mit den Besitzern. Es gibt hier anscheinend überdurchschnittlich viele Europareisende, die beim Einchecken ihr tonnenschweres Handgepäck verstecken und dann am Gate wieder hervorzaubern. Kurz nach dem zweiten Sicherheitscheck Ticketkontrolle, die junge Frau von Pegasus Airlines schaut in meinen Pass, guckt mich an, schaut wieder und fragt dann ob ich aus Nordhorn komme (so dort ja so steht) und ob ich eine Person mit tuerkischem Namen in Nordhorn kennen wuerde, fast sprachlos verneine ich, und sie wuenscht mir einen besonders schoenen Flug.
PS: Den Wettbewerb haben wir nicht gewonnen, viel besser: die Jury meinte, wir wären schon zu weit. Ha!